Erfolge

Projekt klärt auf über die Folgen des Cyberwars

Im Mai 2017 haben Hacker mit der Schadsoftware WannaCry die Computersysteme von Krankenhäusern, Bahnbetrieben und Unternehmen auf der ganzen Welt  lahmgelegt. Der eigentliche Skandal ist nicht das Treiben von Kriminellen, sondern dass diese für ihren Angriff eine Schwachstelle nutzten, die der US-Geheimdienst NSA fünf Jahre lang geheim hielt. WannaCry ist damit ein Kollateralschaden des Cyberwars, vor dem der Verein FifF, Förderprojekt unserer Treuhandstiftung bridge, seit Jahren warnt. Der Verein war also schon früh dran an dem brisanten Thema, das er in diesem Film gut verständlich erklärt.

Starke Stimme für Datenschutz

"Wir wehren uns dagegen, dass unsere Demokratie 'verdatet und verkauft' wird." Deshalb organisiert der Verein Digitalcourage Proteste, deckt Skandale auf, verleiht medienwirksam den Negativpreis Big-Brother-Award an Datensünder und klagt regelmäßig gegen staatliche Überwachungsvorhaben wie die Vorratsdatenspeicherung. Die Stiftung bridge fördert Digitalcourage seit vielen Jahren und freut sich, dass der Verein zu einer der wichtigsten Stimmen für Datenschutz und Bürgerrechte in diesem Land geworden ist.

Netzneutralität retten!

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen stellen manche Internetprovider das bisher geltende Prinzip der Netzneutralität in Frage. Dieses besagt, dass alle Daten im Internet gleich schnell transportiert werden – ungeachtet ihres Absenders, Empfängers oder Inhalts. Die Unternehmen würden stattdessen gerne ein neues System einführen: Wer viel zahlt, dessen Datenpakete werden schneller übermittelt. Die Gleichbehandlung im Internet wäre aufgehoben. Der Verein Digitale Gesellschaft, dessen Kampagne »Netzneutralität geht alle an!« wir 2011 gefördert haben, war einer der ersten, die über diese Gefahr aufgeklärt und den Protest mobilisiert haben.

Online-Demo nicht strafbar

Die von der Stiftung bridge geförderte Kampagne »free online protest« der Initiative »Libertad!« war erfolgreich: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat 2006 geurteilt, dass die 2001 durchgeführte Online-Demo gegen die Lufthansa keine strafbare Nötigung war. Grund für den Rechtsstreit war Deutschlands erste Online-Demo, zu der verschiedene Organisationen aufgerufen hatten - aus Protest gegen die Beteiligung der Lufthansa AG an Abschiebungen. Durch den Freispruch wird klar: Das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit ist online genauso zu achten wie offline!